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Deutschland befindet sich mitten in einer großen Energiewende – die auch für den Rest der Welt als ein Vorbild dienen kann. Die hauptsächliche Herausforderung ist es die erneuerbaren Energien weiter auszubauen (und somit die Abhängigkeit von Kohle zu verringern), und gleichzeitig die Kosten für die Öffentlichkeit und für die Verbraucher zu begrenzen.

Entscheidungsträger in Deutschland versuchen die Kosten im Zaum zu halten, indem sie die Einspeisevergütung die eine Verbreitung und eine Verringerung der Kosten für erneuerbare Energien bewirkt haben, mit neuen wettbewerbsorientierten Mechanismen zu ersetzen. Allerdings könnte diese veränderte Politik unfreiwillig zu höheren Kosten führen, wenn sie ohne Beachtung der Folgen für die Projektfinanzierung durchgeführt wird. Jedwede Änderung der Rahmenbedingungen sollte ein breites Verständnis der gegenwärtigen und potentiellen Investoren in erneuerbare Energien voraussetzen, das auch die Auswirkungen unterschiedlicher Fördermechanismen und Finanzierungsstrukturen auf deren Investitionskosten und -möglichkeiten miteinbezieht.

Unterstützt durch die European Climate Foundation, untersucht die Climate Policy Initiative diesen wichtigen Aspekt der Energiewende, um so energie- und finanzpolitische Rahmenbedingungen anzuregen, die es Deutschland erlauben würden diesen Wandel bei geringeren Kosten voranzutreiben. Als Teil dieses Projektes werden wir:

  1. Für verschiedene potentielle Investorengruppen in diesem Sektor – Energieversorger, Projektentwickler, Finanzinvestoren, Großverbraucher, Kleinverbraucher, Genossenschaften sowie Kommunen und die öffentliche Hand – das Investitionspotenzial der unterschiedlichen Arten erneuerbarer Energien vermessen.
  2. Die Marktchancen von neuen Finanzierungsinstrumenten (z.B. neue Finanzierungsstrukturen wie YieldCos, Eigenverbrauchsmodelle, genossenschaftliche oder kommunale Finanzierung) bewerten, die sich schon in einem früheren Projekt als potentielle Möglichkeiten identifiziert worden sind.
  3. Politische Rahmenbedingungen hervorheben, die entweder größtmögliche positive Auswirkungen auf Investitionen haben oder die größten Hindernisse darstellen könnten. Basierend auf Interviews mit verschiedenen Investorengruppen und Interessenten sowie auf einer Reihe von Fallbeispielen und unseren Modellberechnungen werden wir die Auswirkungen von veränderten Rahmenbedingungen auf die Finanzierungskosten in verschiedenen Marktsegmenten untersuchen.

 
Zusätzlich zu diesem Projekt arbeitet die CPI auch noch mit dem Stockholm Environment Institute (SEI) an dem Projekt New Climate Economy, in dem die Barrieren für Investitionen in erneuerbaren Energien in 5 Ländern bzw. Regionen Europas (Deutschland, Großbritannien, die nordischen Staaten, die iberische Halbinsel, Italien) identifiziert und untersucht werden.

Die Erkenntnisse aus diesen Projekten werden für Europa und auch darüber hinaus von Bedeutung sein. Um Europas neue und anspruchsvollere Ziele für erneuerbare Energien und CO2-Minderung bis 2030 zu erreichen, werden sowohl Veränderungen der Gesetzgebung der EU wie auch der Mitgliedsstaaten notwendig sein.

Letztendlich wird es für die Wende zu einer erneuerbaren Energiewirtschaft grundlegender Veränderungen in Politik, Technologie, Marktstrukturen, Konsumentenverhalten, Wirtschaftsstruktur und Finanzen bedürfen. Sich mit dem finanziellen Teil dieser Gleichung zu beschäftigen, ist unerlässlich um sich ein realistisches Bild von den Prioritäten für die politische Rahmensetzung in Deutschland und darüber hinaus zu verschaffen.

Dieser Blogbeitrag wurde von Kirsten Hasberg übersetzt, die in diesem Projekt für die European Climate Foundation als Beraterin für CPI arbeitet.

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